Sunday, May 3, 2009

Hoch hinaus

Ging es bei dem Labor Day BBQ am vergangenen Freitag, zu welchem ein Arbeitskollege von mir eingeladen hatte. Da auch Taipeh County nicht wirklich viel Platz zu bieten hat, wenn man es in Relation zu der Personenzahl sieht, die hier wohnt, leben die meisten Menschen in Hochhäusern. Diese Hochhäuser stehen dicht an dicht und verfügen somit über keinen Garten. Auf eine schöne Grillpartie muss man hier deswegen aber auf keinen Fall verzichten, da die meisten Hochhäuser über eine feine Dachterrasse verfügen. Dort wird dann ein Zelt aufgestellt, um vor der auf dem Dacht sehr intensiven Sonne zu schützen und wenn es nicht zu windig ist, dann hält das mit Sicherheit auch. Am Freitag war es allerdings sehr windig und somit wurde ohne Sonneschutz das Schwein gegrillt.

Wie so vieles hier sind die Vorbereitungen für ein BBQ hier sehr einfach, man geht in einen der zahlreich vorhanden Supermärkte und kauft einfach ein „Instand-Spanferkel“. Die Packung beinhaltet neben dem fertig marinierten und tief gefrorenen Schweinchen auch eine Grillwanne und eine Haltekonstruktion mit Spieß. Man muss also nur noch das ganze Gerüst mit den mitgelieferten Schrauben zusammen setzen, Kohle in die Wanne fühlen und das Schwein nach dem aufspießen über die Flammen hängen und immer schön drehen.

Leider kann ich euch nicht berichten, wie das Schwein geschmeckt hat, da es mit einem Beil in Stücke gehackt worden ist und ich das mit Knöchelchen übersäte Fleisch somit nicht für essenswürdig empfunden habe. Die anderen Dinge, die sonst aber so auf den Grill gekommen sind waren sehr lecker und den Dingen in Deutschland sehr ähnlich. Ja, nur ähnlich, denn ein Deutscher würde eine Wurst nicht auf einen Schaschlikspieß packen, was hier mit nahezu allem gemacht worden ist, was auf dem Rost landen sollte.

Nach einem deftigen Mahl am Freitagabend bin ich am Samstagmorgen recht zeitig aufgewacht. Da draußen die Sonne bereits so schön am scheinen war, habe ich mich auch nicht lange von selbiger bitten lassen, bin aufgestanden und habe mich nach meinem Frühstück auf den Weg zum 101 gemacht um dort Fotos mit nicht so stark bevölkerten Straßen zu machen, was mir auch gelungen ist.

Von dort aus habe ich mich dann um kurz nach neun zu Fuß auf den Weg zur Chiang Kai-Shek Memorial Hall und dem dazugehörigen Garten gemacht. Bei dem schönen Wetter eine echt gute Idee, wobei es zwischen den Hochhäusern nicht unbedingt so toll zu laufen war. Außerdem waren die Straßen noch wenige belebt und die Läden hinter den zahlreichen Schaufenstern zum größten Teil noch geschlossen.

Bevor ich mich jetzt nach Worten bemühe, die beschreiben, was ich auf meinem Rundgang um das Memorial und durch die darunter liegenden Räume sowie die darum angelegten Parks gesehen habe nutze ich einfach wieder die Bilder, die ich gemacht habe um euch zu einem kleinen Eindruck zu verhelfen.









Nach meinem sehr Füße belastenden Tag habe ich mich mit meinem Buch noch zwei Stündchen auf die Dachterrasse gesellt bevor ich mit Felix im Zentrum zum Night-Fotos-Shooting und zum Abendessen verabredet war.


Wie ihr sehen könnt, ich lebe noch, mir geht es gut und sicher gibt es von der geplanten Sonntags-Tour ebenfalls einen fotohaltigen Bericht.

Thursday, April 30, 2009

Sunday, April 26, 2009

Wochenbericht

Da die letzte eine sehr ereignisreiche Woche war, gibt es über meine zweite Woche im schönen Taipeh mal eine Zusammenfassung über die gesamte Woche.

Eigentlich hat die Woche mit Montag und Dienstag sehr ruhig angefangen. Die Arbeit war wie immer abwechslungsreich und spannend und hat am Abend genug Zeit für weitere Planung der noch anstehenden Wochenendeausflüge gegeben. Dabei ist entstanden, dass Felix und ich das verlängerte Wochenende, was hier in Taiwan aufgrund eines Feiertages Ende Mai entsteht, mit einer Reise entlang der Ostküste verbringen werden.

Am Mittwoch haben wir mal die Gegebenheit genutzt, dass in Taipeh mittwochs Ladysnight ist und somit alle möglichen Clubs, Bars und Pubs Angebote haben um Gäste anzulocken. Uns hat es ins Roxy 99 verschlagen, wo es mittwochs immer kostenlosen Eintritt und für die ersten 400 Gäste jeweils 4 Bier kostenlos gibt. Dort haben wir Jule mit Ihren Kanadischen und Italienischen Mitbewohnerinnen getroffen, mit welchen wir einen recht lustigen Abend hatten. Vor allem die zwei Kanadierinnen waren lustig und gesprächig drauf.

Da am Donnerstag nach der Arbeit noch ein Abendessen-„Termin“ anstand, haben wir nur so lange gemacht, dass ich die letzte MRT nach Hause noch bekommen konnte. Diese fährt unter der Woche leider bereits um zwölf Uhr. Dafür hatte ich dann noch Zeit mal wieder mit Deutschland zu sprechen. :-)

SAP am Donnerstag bei der Arbeit wurde dann von der Ankunft meines Vaters gekrönt. Mit Ihm und unserer ganzen Abteilung waren wir im Anschluss an die Arbeit zum Essen in einem japanischen Restaurant. Was das Restaurant wohl so beliebt macht, ist wohl die Art und Weise, wie das Bier serviert wird – in Zapfseulen mit zwei oder vier Litern, so dass man selber zapfen kann. (Bevor Kommentare kommen, ich weiß, dass es so was auch im kleinen Paderborn gibt.) Hier ist aber die Besonderheit, dass man von dort aus in nur 200ml kleine Gläser zapft. Abgesehen von dem Bier war aber auch das Essen sehr gut. Es gab eine Vielzahl von verschiedenen Kreationen zur Wahl, unter anderem Sashimi – rohen Fisch.

Freitag sah der Tag recht ähnlich aus, wie am Donnerstag – Arbeit und im Anschluss Abendessen-Termin. Auch am Freitag war das Abendessen für Deutsche Verhältnisse etwas Besonderes. Wir waren in einem Tepaniaki-Restaurant, wo in der Mitte des runden Tisches eine Kochfläche ist, auf der ein Koch für alle Leute, die an dem Tisch sitzen, ein Menü kocht, welches aus sicherlich sieben oder acht Gängen bestand. Alles wird frisch vor den Augen zubereitet und serviert. Fazit: Nahrhaft und unterhaltsam.

Am Samstag bin ich zum Glück trotz des Weins vom Freitag noch aus dem Bett gekommen, so dass ich mit Karl eine Entdeckungstour unternehmen konnte. Neben der Aussicht vom 101, die aufgrund des nebeligen Wetters zwar beeindruckend, aber nicht so weit ausgefallen ist, habe ich das wohl größte Kaufhaus für Computer und das entsprechende Zubehör gesehen. Da konnte man von einem Stecker, über Laufwerken bis hin zu individuell designten Gehäusen alle Teile kaufen, die zu einem Computer gehören oder gehören könnten. Ausnahmsweise gab es am Samstag dann mal etwas Italienisches zum Abendessen – nette Abwechslung.

Nun ist es bereits Sonntag und nach einem weiteren Tag mit meinem Vater, musste dieser wieder zurück nach Deutschland. Nach einem Tag voller Shopping, nun kenne ich wohl die größten Mals hier in Taipeh, werde ich mich nun mal dem Fernseher widmen und wünsche Deutschland einen schönen Wochenausklang und morgen einen eben so guten Start in die neue Woche!!

Am Ende noch mal was in eigener Sache – in der rechten Spalte gibt es nun ein Gästebuch, also gerne zahlreiche Einträge, damit ich weiß, wie es in Deutschland aussieht.

Thursday, April 23, 2009

Monday, April 20, 2009

Deutscher Sonntag

Am vergangenen Donnerstag habe ich meine Abendstunden dazu genutzt im StudiVZ nach Gruppen zu suchen, die vor Deutschen, die in Taipeh leben nur so strotzen. Und ich kann sagen, ich bin fündig geworden. Sowohl was die Gruppen an sich angeht als auch die Leute, die für eine Zeit in Taipeh leben.

Den folgenden Freitag habe ich mich dann mit einem Deutschen aus eben so einer Gruppe zum Abendessen getroffen, dem Felix. Nach dem Abendessen sind wir dann noch in einen Pub, wo wir eine weitere Deutsche getroffen haben. Sie machen ebenfalls beide ein Praktikum in Taiwan. Da wir uns gut verstanden haben, sind Felix und ich dann am Sonntag auf Entdeckungstour nach Danshui gefahren.

Der Plan für den Tag war es, erst etwas Sightseeing zu machen, dann einen Roller auszuleihen und eine Fahrt an der Küste entlang machen. Nach einer sehr unterhaltsamen Suche nach den Sehenswürdigkeiten, wie einem Tempel





Außerdem waren wir am Hafen, wo es sogar Kiteboarder zu sehen gab.

Da uns das Wetter mit heftigem Regen einen Strich durch de Rechnung gemacht hat und wir nicht mehr auf die Rollertour gestartet sind, haben wir uns am frühen Nachmittag nach einer ausgiebigen Planung der noch zu unternehmenden Wochenendtouren, auf den Rückweg in die Stadt gemacht. Dort haben wir uns mit einer weiteren Deutschen, Jule getroffen. Sie ist im Gegensatz zu Felix und mir allerdings zum Studieren bzw. Chinesisch lernen hier. Sie hat uns von ihren Erfahrungen berichtet, die sie in den vergangenen zwei Monaten hat machen können, die sie bereits hier verbracht hat.

Somit ist das Wochenende und somit auch meine erste Woche in Taipeh recht entspannt und abwechslungsreich zu Ende gegangen.