Tuesday, April 14, 2009

Erste Erkundung auf eigene Faust

Nachdem ich am Freitag eine so gute Einweisung in die Benutzung von Bus und MRT bekommen habe, wollte ich das am Samstag doch gleich mal auf eigene Faust testen. An der Bushaltestelle angekommen, ist mir aufgefallen, dass ich dem Welcome-Letter meines Mitbewohners doch hätte mehr Aufmerksamkeit schenken sollen und mir die Buslinien merken, die mich zur MRT-Station bringen. Denn an der Bushaltestelle waren zahlreiche Schilder mit den Busrouten, aber auf diesen Schildern waren nur chinesische Schriftzeichen. Da es noch früh am Tag war, und ich mir relativ sicher war, dass relativ viele Busse waren, die blau irgendwas hießen, die auf der Beschreibung zur MRT-Station gestanden hatten, habe ich einfach einen Bus genommen – Blau 23. Hätte ich mich verfahren, wäre ich einfach wieder zurück gefahren, so sieht man ja auch etwas von der Welt. Es hat aber alles geklappt, trotzdem habe ich etwas von Taipeh gesehen.

Ziel war die Region um das 101-Gebäude um von dort aus weiter Erkundungstouren zu starten. In der Shoppingmall, wo ich schon am Freitag gewesen bin, war eine Vielzahl von Straßenkünstlern. Die meisten haben Tanzshows gemacht, eine Frau hat auf einer Säge musiziert, Pantomime gab es einige und Origami scheint hier total out zu sein, Figuren aus Strohhalmen und dünnem Plastik sind jetzt der Hit.


Nach meinem Besuch der Fußgängerzone habe ich mir im 101 etwas zu Essen geholt und mich in die Sonne gesetzt.


Im Anschluss an diese Pause wollte ich mich noch mal etwas bewegen und hatte mit meinem Super-Heft, in dem alle Sehenswürdigkeiten den U-Bahnlinien und –Stationen zugeordnet sind, einen Tempel ganz in der Nähe gefunden, genannt Dr. Sun Yat-sen Memorial Hall. Erbaut zur Ehre des „National Father“. Als ich dort angekommen war, hatte ich das Gefühl, dass es nicht mehr lange dauern würde, bis es regnet, somit habe ich mich auf eine schnelle Runde um das Gebäude beschränken wollen. Als ich allerdings ein Mal rum war um das Gebäude und mich auf den Weg zu der nächsten MRT-Station machen wollte, habe ich etwas Spannendes entdeckt. In Deutschland würde man es Barfusspfad nennen, hier klänge das dann eher wie Jiao saipao (was übersetzt soviel heißt wie Fuß und Rennen). Damit Ihr euch da mal ein genaueres Bild von machen könnt, so sah das dann aus:

Und folgendes sollte das bringen:


Nicht verstanden?? Kein Ding, ich habe es ja ausprobiert.


Ist ein wenig eine mentale Sache, aber im Grunde nichts anderes als am Strand über Muscheln zu laufen. Eins lasst euch aber gesagt sein, nur weil die Steine rund sind, ist das nicht angenehm – zumindest nicht, während man darüber läuft, dafür, wenn man von dem Pfad runter ist. Als ich mich da so über die Steine bewegt habe, ist ein älteres chinesisches Pärchen neben dem Zaun lang gegangen und der Mann hat mich gefragt, wie ich mich fühlen würde. Ich musste zugeben, dass ich mich gefragt habe, warum ich das mache. Das Paar habe ich in der MRT später wieder getroffen und da habe ich dann berichten können, dass ich schon etwas stolz auf mich bin, dass ich das durchgehalten habe.

Die MRT in der ich die Zwei wieder getroffen habe, hat mich dann mit Hilfe eines Busses auch nach hause gebracht. Für den ersten Tag waren das genug Erlebnisse.

Für heute Abend muss das als Bericht auch vorerst reichen, denn mir fallen die Augen zu und morgen ist ja auch noch ein neuer Tag, an dem ich wieder etwas erleben möchte. Dann gibt es auch nähere Berichte, was passiert, wenn man sich hier bei Nacht verläuft.

Gute Nacht Taiwan und einen schönen Abend, Deutschland!!

Saturday, April 11, 2009

Friday, April 10, 2009

Rundum-Einblick

Nun bin ich bereits 24 Stunden in Taiwan und hatte auch schon die Möglichkeit mir einen umfangreichen Eindruck von den Gegebenheiten zu machen.

Vor dem Start des Flug-Tripels musste ich allerdings erstmal meinen Koffer am Flughafen auf machen und umpacken. Schon das Aufmachen stellte sich als eine große Herausforderung dar, weil sich wohl beim Packen die Geheimnummer verstellt hatte. Gut, dass ich mit meiner Ungeduld nicht allein gelassen worden bin. Statt der, mit Toleranz, erlaubten 22 Kilo hatte ich 24,5. Ein Buch und eine Jeans raus und damit passte aber auch das, dem Flughafenangestellten ganz gut in den Kram. Der Flug von Hannover nach Amsterdam war sehr unruhig, hat dafür aber nur eine Stunde gedauert. Von Amsterdam nach Bangkok war der Flug dafür ruhig, aber sage und schreibe zehn Stunden lang. Nach diesem Weg wäre ein Weiterflug eigentlich schon unnütz gewesen, wenn ich nicht nach Taipeh weiter gewollt hätte – also noch mal drei Stunden fliegen. Insgesamt 14Stunden Flug, da wurde mir schon deutlich, wie weit ich da wirklich weg bin von der guten Heimat.

In Taipeh am Flughafen hat mich dann ein wortkarger aber freundlicher Fahrer eingesammelt. Da er mindestens einen Kopf größer und doppelt so alt war, wie ich, tat es mir ein Mal mehr leid, dass mein Koffer trotz Umpackens in Hannover noch immer 22Kilo wog. Zum Glück durfte ich ihn selber in den Kofferraum des Autos heben, damit mein schlechtes Gewissen mich nicht die ganze Nacht quälen sollte.

Nachdem ich dem Fahrer meinen Namen auf einen kleinen gelben Zettel mit vielen chinesischen Zeichen geschrieben hatte, hat er mich dann auch in die Freiheit oder mehr in die Obhut von Ching I Chen entlassen. Ching I ist eine Mitarbeiterin bei Fujitsu Technologie Solutions in Taipeh, deren Aufgabe es ist sich um Mitarbeiter aus anderen Ländern zu kümmern, die in Taipeh sind. Klingt nach einem sehr abwechslungsreichen Job und sie macht ihre Sache gut, wie sich dann herausstellte. Sie hatte an wirklich alles gedacht. Neben der Chipkarte für den Aufzug, der mich in den 12.Stock zu dem Apartment bringt, dem Wohnungsschlüssel, der aussieht wie aus einem Märchen al á Sesam-Öffne-Dich, hat Ching mir auch eine Liste mit allen wichtigen Telefonnummern da gelassen. Sie ist mir noch in den, direkt auf der anderen Straßenseite liegenden Carrefour gegangen um zumindest Wasser zu kaufen.

Nach der Begrüßungszeremonie hatte ich dann erstmal Zeit meinen Koffer auszupacken und den Brief meines Mitbewohners zu lesen. Jerome ist zurzeit in Frankreich und kommt erst am Ende des Monats zurück, hat aber auch an alles Wichtige, wie z.B. die Internetzugangsdaten gedacht. Außerdem hat er mir auch seinen Skype Namen verraten, so dass ich gestern schon Kontakt mit ihm habe aufnehmen können – er macht einen ganz netten Eindruck.



Wie man auf dem Bild sehen kann, ist die Wohnung ist schön hell. Sie besteht aus einem großen Wohnzimmer, einer Küche mit allem was es zum Überleben bedarf, meinem Zimmer, einem Wäschezimmer, Jeromes Zimmer mit eigenem Bad und zwei Balkonähnlichen Vorbauten. Wenn ich das hier nicht ganz falsch verstehe ist in meinem Bad eine Dusch-Badewannen-Kombination. Aber macht euch euren eigenen Eindruck:


Damit Nichts ausbleibt, hier noch ein Bild von meinem Zimmer, welches sich neben der Küche befindet.


Heute habe ich dann gemeinsam mit Ching I einen Grobeinblick in die Stadtverhältnisse dieser Großstadt bekommen. Angefangen haben wir mit dem Weg zum Büro, welcher gut zu Fuß zurückgelegt werden kann. Dort hat Ching I mir alle anwesenden Mitarbeiter vorgestellt. Ob ich auch nur einen von Ihnen auf der Straße wieder erkennen würde? – Definitiv nicht. Aber da im Büro an nahezu jedem Platz ein Namenschild hängt, bekomme ich das hoffentlich hin, bis ich wieder fliege. Matthias und Andreas habe ich mir schon merken können, dass sind zwei der Deutschen Mitarbeiter hier in Taipeh.

Im Anschluss an die Einführungsrunde im Büro haben wir uns dann mit dem Bus, für nur 30Euro-Cent auf den Weg zur MRT-Station gemacht. MRT ist hier ein Netz aus U-Bahnen. Dort habe ich dann eine Easy-Card bekommen, die ihren Namen wirklich verdient hat. Damit ist das MRT fahren ein Kinderspiel. Einfach beim Betreten der Station scannen lassen und nach dem Ausstieg an der Station wieder scannen und automatisch wird mit dem vorhanden Guthaben bezahlt. Meist auch nicht mehr als 1Euro.

Neben unzähligen Shopping-Möglichkeiten habe ich heute schon das Kino gesehen, in welches ich wohl auch ganz gut mal gehen kann, da hier alle Filme im Original Ton laufen. Nächste Woche kommt auch hier Fast and Furios 4 ins Kino. Zum Mittagessen waren wir dann im wohl bekannten 101 Gebäude. Auf dem Rückweg haben wir noch einen kleinen Stopp im Underground-IKEA gemacht. Das ist hier von Außen kaum zu erkennen, weil nur durch ein IKEA-Schild in den bekannten Farben gekennzeichnet, es handelt sich dabei aber nicht um einen großen gelben Kasten. Im Inneren ist dann aber wieder alles wie wohl auf der ganzen Welt im IKEA, der IKEA- Katalog halt. Dort habe ich dann zwei Kartons für Socken und Kleinkram gekauft um meinen Kleiderschrank etwas sortiert zu halten. An selbigem werde ich jetzt wieder die Türen schließen, denn bekanntlich kann ich mit offenen Schranktüren nicht gut schlafen und dann haue ich mich aufs Ohr, bevor ich am Wochenende dann auf eigene Faust einige Sehenswürdigkeiten unsicher machen werde. Weiter Details folgen in den nächsten Tagen.

Liebe Grüße in das sonnige Deutschland.

Thursday, April 9, 2009

Bin da,...

...wer noch??
Mein Mitbewohner schon Mal nicht. Der Gute ist in Europa. ;-) Trotzdem habe ich ihn heute schon via Skype kennengelernt.
Falls jemand in den kommenden drei Monaten mit mir Kontakt aufnehmen möchte, immer gerne über Skype jules.may.
Weiter News über meine Reise und die Umgebung gibt es morgen. Hier ist es bereits halb zwölf und ich werde jetzt etwas Schlaf nachholen.
Liebe Grüße aus der Ferne

Monday, March 23, 2009

Flugdaten

Schon etwas länger gebucht, nun aber mal für alle festgehalten, meine Flugdaten.

Am Mittwoch, den 8.April 2009 geht es für mich um 17.50Uhr mit KLM von Hannover aus los.

In Taipeh ankommen werde ich voraussichtlich am 9.April 2009 um 18.15Uhr.

Keine Sorge, ich sitze keine 24Stunden im Flieger. Aber der Flug von Amsterdam, wo es von Hannover aus als erstes hin geht, fliege ich 10Stunden. Scheint doch ein Stückchen weg zu sein, dieses Taipeh. ;-)

Zurückkommen werde ich übrigens voraussichtlich am 28.Juni 2009, aber bis dahin werdet Ihr hier noch das Ein oder Andere zu lesen bekommen.