Sunday, May 10, 2009

Zum Muttertag!!

Liebe Mama,
heute ist der Tag, an dem Kinder ihren Müttern sagen, wie sehr sie sie mögen und wie dankbar wir Kinder euch Müttern sind. Nachdem ich das ja schon am Freitag getan habe, in weiser Voraussicht, dass Du heute unterwegs bist (und weil es da gerade passte), fehlen nun nur noch die Blumen.
Bitteschöne:


(Eins meiner Fotos, vom heutigen Tag. Mama, extra für Dich fotografiert.)

Mama, ich hab Dich lieb!! Danke, dass Du immer für mich da bist und mich bei allem so gut unterstützt!!

An diesem ganz besondern Muttertag möchte ich auch noch Grüße an eine andere als meine eigene Mutter richten:

Tina, ich wünsche Dir einen wunderschönen Muttertag, deine ersten Muttertag als Mutter!!
Auch für dich frische Blümchen:



Was ich an dem heutigen Tag, dem Muttertag unternommen habe, werde ich in den kommenden Tagen ausführlicher Berichten. Fakt ist, meine Füße sind froh, wenn sie im Bett bleiben dürfen und mein Körperchen nirgends mehr hin tragen müssen – für heute!!

PS: Mama, schreib jetzt keinen Kommentar, der mit „Liebes Kind“ anfängt – heute ist Muttertag, da darf ich das zu Dir sagen. ;-)

Saturday, May 9, 2009

Betriebssport

Ja, so könnte man das nennen, was ich heute gemacht habe.

Es gibt hier von der Firma so tolle Coupons, die man sich ein Mal in der Woche abholen kann um an den verschiedensten Sportarten teilzunehmen. Da wird unter anderem Schwimmen, Badminton oder Yoga angeboten.

Nachdem das Tischtennis letzte Woche mir zu einer Wunde am Finger verholfen hat, habe ich beschlossen die „komisch“ geformten taiwanesischen Schläger nicht mehr so oft in die Hand zu nehmen und eventuell etwas anders zu machen. Da Schwimmen und Badminton sehr überlaufene Kurse sind blieb also quasi nur noch Yoga. Außerdem kommt hinzu, dass mein Mitbewohner Jerome diesen Coupon ebenfalls in Anspruch nimmt und mich somit mal mitnehmen konnte. Das hat er am Freitag auch getan.

Mit zwei anderen Kolleginnen sind wir direkt nach der Arbeit zu der Yoga-Schule in einer Nachbarstraße gegangen. Nach einer kurze Instruktion in die Räumlichkeiten ging es auch direkt los mit 74Minuten Yoga. Wer sich unter Yoga so etwas wie Hausfrauen Gymnastik, die man von einer DVD zuhause lernen kann vorstellt, den muss ich jetzt enttäuschen. Also ich glaube schon, dass man das auch einer DVD nachempfinden kann, aber unter die Sportkategorie „Hausfrauensport“ würde ich es nicht packen. Es kann zwar jeder machen, dennoch erfordert es ein gewisses Durchhaltevermögen, Ausdauer und Kraft. Es hatte etwas aus einer guten Kombination aus Dehnung und Krafttraining.

Am Besten haben mir die fünf Minuten relaxen zu Urwaldmusik am Ende gefallen. Das war aber auch nur so, weil wir uns zuvor echt gut ausgepowert haben.

Fazit: Zur Einstimmung aufs Wochenende gibt es die kommenden Wochen freitags immer Yoga.

PS: Bilder gibt es noch Keine. Falls mir allerdings jemand erklären kann, wie man eine Kamera halten kann, wenn man breitbeinig steht, die Knie leicht gebeugt, den linken Arm hinter dem Rücken auf dem rechten Oberschenkel ablegt (bei mir war es vielleicht eher festklammert) und mit der rechten Hand unter dem rechten Bein nach dem linken Handgelenk packt, dann liefere ich gerne Bilder. ;-) (Jetzt wüsste ich gerne, wie viele Leute diese Übung jetzt zuhause ausprobieren?! Ach ja, Rücken grade lassen!!)

Wednesday, May 6, 2009

Nebenjob

Nachdem mich mein anstehender Wochenendtrip für das lange Wochenende Ende Mai nun fast 7.000NT$ gekostet hat, habe ich beschlossen meine Reisekasse mit einem Nebenjob etwas aufzubessern.

Wie wäre es mit einem Job hier:

Jules als Hooters-Girl?!

Monday, May 4, 2009

Der Tag der Treppe

Das war der Sonntag wirklich, der Tag der Treppe. Während unseres Ausflugs sind Felix und ich so viele Treppen gelaufen, dass wir den Tag einfach zum Tag der Treppe gemacht haben. Aber ich beginne einfach mal am Bahnhof in Nangang (Stadtteil von Taipeh) von wo wir losgefahren sind.

Vom Bahnhof in Nangang sind wir mit dem Zug für nur 28NT$ (was etwa 60€-Cent entspricht) in die etwa 30km entfernte Hafenstadt Keelung gefahren. Dort angekommen haben wir uns dem Abendteuer Bus fahren verschrieben und haben uns natürlich glatt mal vertan. Aber die Busfahrer sind so freundlich und helfen einem sofort weiter und bringen einen zum richtigen Bus. Somit haben wir es letztendlich doch geschafft den richtigen Bus zu finden, welcher uns zu einem Park bringen sollte. Wenn man hier von einem Park spricht, dann sollte man allerdings nicht so eine Grünanlage vermuten, wie es in Deutschland normal ist. Vielmehr handelte es sich dabei um einen Kleinen Berg, auf dem verhältnismäßig viele Bäume stehen, wenn man bedenkt, dass er sich in einer Stadt befindet. Diesen Berg haben wir dann mithilfe von zahlreichen Treppen bestiegen um auf dem obersten Plateau eine große weiße Statur vorzufinden.

Der Ausblick war eigentlich ganz gut, was nicht heißt, dass es etwas schönes zu sehen gab, aber wenn es was gegeben hätte, hätten wir es sehen können.

Da es nun mal nicht wirklich etwas gab, habe ich etwas krach gemacht.

Dann sind wir recht zügig wieder zurück zum Bahnhof gelaufen. Selbstverständlich wieder über Treppen.

Der Bahnhof in Keelung diente uns nunmehr wieder als Startpunkt zum nächsten Ausflugsziel, das Örtchen Yeliu mit seinem bekannten Naturpark. Nach dem Buserlebnis am Vormittag haben wir einfach direkt mal nach dem Weg gefragt und sind in der Touristeninformation auch sofort zu dem richtigen Busstand verwiesen worden. Von dort hat uns ein etwas altmodischer Bus in einer für die Straßenverhältnisse rasenden Geschwindigkeit über die bergigen Straßen zu unserem Wunschziel gebracht. Im Bus sind wir an ein Pärchen aus Malaysia geraten, welches das gleiche Ziel vor Augen hatte und mit uns gehofft hat, die richtige Bushaltestelle für den Ausstieg nicht zu verpasse – was uns auch gelungen ist.

In Yeliu angekommen begann dann der Teil der Reise, welcher wieder Mal eher durch Bilder wiederzugeben ist als mit Worten.







Trotzdem muss ich an dieser Stelle noch mal auf die Treppen zurück kommen und wieso der heutige Tag diesen ganz besonderen Namen verdient hat:



Aber die Aussicht hat sich gelohnt.



Während wir da so gelaufen sind, mussten wir immer wieder feststellen, wie schön es doch ist, dass in Deutschland alle Stufen eine festgelegte Tiefe und Höhe haben. Das ist hier anders. Hier sind die Treppen „unterstufig“. (Für alle, denen es schwer fällt das Wort mit Bedeutung zu füllen, unterstufig ist eine Kombination aus den Worten „Stufe“ und „unterschiedlich“) Mag sein, dass die starke Sonneneinstrahlung uns zu solchen Wortneuschöpfungen gebracht hat. Das schöne Wetter hat uns auf jeden Fall zu solch tollen Eindrücken und euch zu solch tollen Fotos verholfen.

In diesem Sinne haben wir die vergangene Woche mit einer Speise auf einem der Nachtmärkte beendet um nun wieder in die Arbeitswoche zu starten. Dies geschieht natürlich nicht ohne die gewisse Freude auf das nächste, sicher entdeckungsreiche Wochenende in fünf Tagen.

Sunday, May 3, 2009

Hoch hinaus

Ging es bei dem Labor Day BBQ am vergangenen Freitag, zu welchem ein Arbeitskollege von mir eingeladen hatte. Da auch Taipeh County nicht wirklich viel Platz zu bieten hat, wenn man es in Relation zu der Personenzahl sieht, die hier wohnt, leben die meisten Menschen in Hochhäusern. Diese Hochhäuser stehen dicht an dicht und verfügen somit über keinen Garten. Auf eine schöne Grillpartie muss man hier deswegen aber auf keinen Fall verzichten, da die meisten Hochhäuser über eine feine Dachterrasse verfügen. Dort wird dann ein Zelt aufgestellt, um vor der auf dem Dacht sehr intensiven Sonne zu schützen und wenn es nicht zu windig ist, dann hält das mit Sicherheit auch. Am Freitag war es allerdings sehr windig und somit wurde ohne Sonneschutz das Schwein gegrillt.

Wie so vieles hier sind die Vorbereitungen für ein BBQ hier sehr einfach, man geht in einen der zahlreich vorhanden Supermärkte und kauft einfach ein „Instand-Spanferkel“. Die Packung beinhaltet neben dem fertig marinierten und tief gefrorenen Schweinchen auch eine Grillwanne und eine Haltekonstruktion mit Spieß. Man muss also nur noch das ganze Gerüst mit den mitgelieferten Schrauben zusammen setzen, Kohle in die Wanne fühlen und das Schwein nach dem aufspießen über die Flammen hängen und immer schön drehen.

Leider kann ich euch nicht berichten, wie das Schwein geschmeckt hat, da es mit einem Beil in Stücke gehackt worden ist und ich das mit Knöchelchen übersäte Fleisch somit nicht für essenswürdig empfunden habe. Die anderen Dinge, die sonst aber so auf den Grill gekommen sind waren sehr lecker und den Dingen in Deutschland sehr ähnlich. Ja, nur ähnlich, denn ein Deutscher würde eine Wurst nicht auf einen Schaschlikspieß packen, was hier mit nahezu allem gemacht worden ist, was auf dem Rost landen sollte.

Nach einem deftigen Mahl am Freitagabend bin ich am Samstagmorgen recht zeitig aufgewacht. Da draußen die Sonne bereits so schön am scheinen war, habe ich mich auch nicht lange von selbiger bitten lassen, bin aufgestanden und habe mich nach meinem Frühstück auf den Weg zum 101 gemacht um dort Fotos mit nicht so stark bevölkerten Straßen zu machen, was mir auch gelungen ist.

Von dort aus habe ich mich dann um kurz nach neun zu Fuß auf den Weg zur Chiang Kai-Shek Memorial Hall und dem dazugehörigen Garten gemacht. Bei dem schönen Wetter eine echt gute Idee, wobei es zwischen den Hochhäusern nicht unbedingt so toll zu laufen war. Außerdem waren die Straßen noch wenige belebt und die Läden hinter den zahlreichen Schaufenstern zum größten Teil noch geschlossen.

Bevor ich mich jetzt nach Worten bemühe, die beschreiben, was ich auf meinem Rundgang um das Memorial und durch die darunter liegenden Räume sowie die darum angelegten Parks gesehen habe nutze ich einfach wieder die Bilder, die ich gemacht habe um euch zu einem kleinen Eindruck zu verhelfen.









Nach meinem sehr Füße belastenden Tag habe ich mich mit meinem Buch noch zwei Stündchen auf die Dachterrasse gesellt bevor ich mit Felix im Zentrum zum Night-Fotos-Shooting und zum Abendessen verabredet war.


Wie ihr sehen könnt, ich lebe noch, mir geht es gut und sicher gibt es von der geplanten Sonntags-Tour ebenfalls einen fotohaltigen Bericht.